Als im Jahr 1958 die Nachricht vom Tod von Papst Pius XII. in Venedig eintrifft, bricht Patriarch Angelo Roncalli zum Konklave nach Rom auf. Nach Meinung der Kardinäle muss der neue Papst auch auf die orthodoxe Kirche im Osten eingehen können; unter der Hand wird Roncalli als Kandidat gehandelt. Roncalli selbst ist der Meinung, der Frieden solle dem neuen Papst am Herzen liegen.
Um die Spaltung der italienischen Kardinäle durch die französischen aufzulösen, bringt Ottaviani als Übergangspapst Angelo Roncalli ins Spiel, der im elften Wahlgang zu dessen eigener Überraschung schließlich auch gewählt wird. Roncalli gibt sich den Papstnamen Johannes XXIII. und bringt entgegen den Erwartungen schon zu Beginn seines Pontifikats erste Neuerungen auf den Weg.
Johannes XXIII. sieht sich mit einer ersten Bewährungsprobe konfrontiert, als viele Menschen die Gebiete des Ostblocks verlassen und daher der Bau der Berliner Mauer kurz bevorsteht. Als eine Nachricht vom in der Sowjetunion inhaftierten Monsignore Jossyf Slipyj eintrifft, tritt Johannes XXIII. entgegen der Skepsis der Kardinäle für den Dialog mit den Sowjets ein. Der neue Papst hält die erste Ansprache im Fernsehen und besucht zu Weihnachten die Kinderstation eines Krankenhauses. Er ernennt Giovanni Battista Montini, Erzbischof von Mailand, der allgemein als zu fortschrittlich angesehen wird, sowie den ersten Afrikaner und einen Japaner zu Kardinälen.
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| Sonntag, 19.07.2026 | 15:00 |


